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Geschichte des Freilichtmuseums Gamla Linköping

Das Freilichtmuseum Gamla Linköping ist geschaffen worden, um alte Gebäude zu bewahren und auf diese Weise über vergangene Zeiten berichten zu können. Heute gibt es etwa hundert Gebäude in den Vierteln dieser Stadt und rund um den Vallahof. Die allermeisten sind aus der Stadt Linköping hierher versetzt worden.

Wie das Freilichtmuseum Gamla Linköping entstand

Während der 1940er-Jahre wuchs die Stadt Linköping rasch, vor allem dank der Erfolge des Flugzeugbauers Saab. Dies brachte mit sich, dass viele alte Häuser im Stadtkern abgerissen wurden, um modernen Gebäuden Platz zu machen. Dem Kommunalpolitiker Lennart Sjöberg (Sozialdemokrat) bereitete dies Kopfschmerzen. Mitte der 1940er brachte er die Idee vor, ein „Skansen för Östergötland“ zu erbauen, nach dem Vorbild des bekannten Parks in Stockholm. Er meinte, dass ein Freilichtmuseum die einzige Möglichkeit wäre, ältere Gebäude zu bewahren. Ebbe Jonsson, der damalige Chefredakteur der Zeitung „Östgöta Correspondenten“, verbreitete die Idee unter den Bewohnern Linköpings und gewann rasch deren Zustimmung. Landesarchivar Bengt Cnattingius stand mit dem nötigen kulturhistorischen Wissen bei der Planung des Geländes zur Seite, das nun Gamla Linköping heißt.

Das Freilichtmuseum befindet sich auf Grund und Boden, der ehemals zum Vallahof gehört hatte. Richtig in Gang kam der Ausbau des Geländes 1955. Die Häuser sind in einem Straßenmuster angelegt, das dem alten Stadtkern von Linköping nachempfunden ist.

Ein Drittel der Gebäude wurde in einem Stück versetzt. Die übrigen wurden zerlegt und an ihrem neuen Standort wieder aufgebaut. Die meisten sehen in etwa so aus wie vor ihrer Versetzung. An einigen Gebäuden wurden größere Veränderungen an der Fassade durchgeführt. So sind zum Beispiel Schaufenster entfernt worden.

Ausstellungshäuser

flickornas rum von lingenHeute gibt es circa fünfzehn Ausstellungshäuser im Viertel und um den Vallahof. In einigen Häusern ist die Originaleinrichtung erhalten geblieben, z.B. in Solliden. Dort wohnte die Arbeiterfamilie Andersson, die recht wohlhabend war. Ihr Heim erzählt viel über die gesellschaftliche Entwicklung in Schweden während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch in Carin Nilssons Villa ist die Einrichtung noch in ihrem Originalzustand erhalten. Sie ist ein Beispiel dafür, wie das Heim einer gutbürgerlichen Familie Anfang des 20. Jahrhunderts aussehen konnte.

Außerdem gibt es noch einige andere Museen, die zeigen wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben: ein Polizeimuseum, ein Malermuseum, ein Schulmuseum, ein Seilereimuseum und viele andere mehr. Auf dem Vallahof gibt es ebenfalls Museen. Hier wird gezeigt, wie das Leben auf dem Lande ausgesehen hat und wie der technische Fortschritt das Leben für die Menschen leichter machte: ein Landwirtschaftsmuseum, ein Wagenmuseum, ein Eisenbahnmuseum und ein Museum, das Entwicklungen im Bereich Wärme, Elektrizität und Reinigung zeigt.

 

 


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